Vor kurzem habe ich für meinen Kunde den auf Europa orientierten Colocation Hostingmarkt analysiert. Zweifellos hat Europa vor Amerika viele Vorteile, indem europäische Traffic viel günstiger ist, der Ping zu Asien ist aber normalerweise etwas höher.

Die Rechenzentrums gibt es in fast jeder großen Stadt Europas. Ich habe einige Hosting-Anbieter in Deutschland untersucht. Dies aus zwei Gründen:
- Internet-Knoten in der Mitte des Europas. In diesem Sinne ist Frankfurt strategisch sehr vorteilhaft. Hier befindet sich DE-CIX - der zweite größte Internet-Knoten weltweit nach AMS-IX in Amsterdam. Es sind alle europäischen Provider, Rechenzentrums und die internationalen Telekommunikationsunternehmen angeschlossen. Das heißt der optimalste Ping zu den Kunden.
- und zweitens, ich wohne in Deutschland, und mit Frankfurt besonders Glück gehabt - falls nötig, brauche ich nur kurz bis dahin.

In Europa neben den üblichen Parametern des Rechenzentrums, solcher wie der Platz für Server, Einrichtungsgebühr, monatliche Beiträge und Preis für Traffic pro GB, sind auch folgende Parameter aktuell: der Preis für die Stromversorgung und die Lage des Rechenzentrums. Man darf genauso den Support und den Ruf des Anbieters nicht vergessen.

Mit dem Platz für Server alles klar: es ist normallerweise 1,2,4U. Den Schrank kann man mieten sowohl als Viertel, als auch die Hälfte, oder auch ganz. Oder einen eigenen bringen.

Den Traffic- und Einrichtungspreis kann man meistens auf der Webseite erfahren. Telefonisch aber oder mit Email ist möglich, einen mehr günstigen, vorteilhaften Angebot zu bekommen.
Der Preis hängt nicht nur von der Lage ab, sondern auch von der Größe des Anbieters - hat er ein eigenes Rechenzentrum, oder mietet ein Raum, und welche externe Bandbreite hat er.
Der gute Preis ist 7.5-10 Cent pro GB, viele bitten 18-50 Cent/GB, und einige bitten sogar mehr als ein Euro.
Im Colocation Bereich gabs bisher fast keine Konkurrenz, deswegen unterscheiden sich die Preise wesentlich von den Preisen für dedicated Server. Hier bekommt man problemlos einen Server mit einigen TB für 50-70 Euro, oder "flatrate" sogar (stimmt nicht ganz, da besonders trafficfressende Kunde schmeissen viele Provider einfach raus, man muss unbedingt die Bewertungsberichte lesen).

Für folgendes sollte man sich außerdem beim Anbieter interessieren:
1) Falls Sie planen, später zwei oder mehrere Server zu installieren, möchten aber nicht ein Teil des Schrankes mieten, fragen Sie, ob der Traffic zwischen den Servern gerechnet wird.
Einige haben noch nicht gelernt oder wollen nicht nur den externen Traffic rechnen.
2) ob es die Möglichkeit gibt und welch wäre der Preis der Nutzung KVMoverIP. Preisunterschied wird Sie etwas uberraschen :)
3) den Zutritt zum Rechenzentrum 24/7 und das Vorhanden des Arbeitsplatzes (für Ihren Server Administrator; auch gar nicht so schlecht, wenn selbst der Administrator 24/7 verfügbar gewessen wäre :) )
4) Support bei DDoS Angriffen. Trotz der Häufigkeit dieses Problems fehlt vielen Providern Support, einige sagen sogar offen "wir möchten nicht solche Kunden".
5) Preis für den Strom. Normal enthält die monatliche Bezahlung des Servers bestimmte Wattanzahl (50-100), das reicht aber nicht mal für den kleinen Server und die Rechnung für den Überverbrauch kann unangenehm überraschen. Die Preise liegen bei etwa 0.2Euro/kWh bis 1Euro/kWh.

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